Bau einer professionellen Klappmaulpuppe mit Augenmechanik

Fortgeschrittene

Michael Hepe / Bodo Schulte

18.05. - 24.05.2019

Sa-Fr 9.30-16.30 Uhr

Kursgebühren: 450,- €

Materialkosten: 100,- €

Kursnummer: A2e2507

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass man in eine fertige (Klappmaul-)Figur nachträglich eine Augentechnik einbauen kann.
Nicht nur, dass man die Figur dafür wieder ‚kaputt‘ machen müsste, so fehlen in ihrem Inneren auch viele Voraussetzungen dafür, die von Anfang an hätten eingeplant werden müssen.
Um aber eine Figur um die Technik ‚drum herum‘ zu bauen, ohne das Design der Technik unterzuordnen, bedarf es genauer Planung und eines guten dreidimensionalem Vorstellungsvermögens - oder ein exaktes Modell.

Bodo Schulte zeigt eine Methode, bei der Schaumstoff-Schnittmuster zu der gewünschten Kopfform zusammengefügt und dann individuell gestaltet werden.
Auf Grund der Schnittmuster-Technik lässt sich die Grundform relativ leicht duplizieren, so dass die Teilnehmenden in ihrem ersten, evtl. provisorisch zusammengeklebten Kopf mit der Augentechnik experimentieren können.

Da sich die Technik nach dem Design und den Anforderungen der Rolle richtet, setzt Michael Hepe weniger auf das Nachbauen bewährter Lösungen, sondern vor allem darauf, zu vermitteln, wie eine Mechanik für eine bestimmte Figur entwickelt wird.
Dabei ist es wesentlich, dass sich die Technik organisch ins Gesamtbild fügt, um die Figur nicht als ‚Ding‘ zu entlarven. Auch die Bedienelemente müssen sich möglichst intuitiv bedienen lassen, damit die Spielenden nicht zu Techniker*innen werden.
Nach dem evtl. erneuten Rohbau aus Schaumstoff und ausgestattet mit einer funktionierenden Technik, werden die Figuren mit Stoff oder Kunstfell bezogen.

Die Teilnehmenden sollten Erfahrung im Figurenbau und im Umgang mit Werkzeugen mitbringen, sowie gewohnt sein, exakt und genau zu arbeiten.

Diese Veranstaltung wird von der Paritätischen Akademie LV NRW in Kooperation mit dem Figurentheater-Kolleg durchgeführt.