Anti - Animation

Eine Suche zwischen Puppentheater - Tanz - Stimme - Klang - Performance Fortgeschrittene

Gavin Glover / Anne-Kathrin Klatt

11.05. - 15.05.2019

Sa-Mi 9.30-16.30 Uhr

Kursgebühren: 350,- €

Materialkosten: 5,- €

Kursnummer: A1e2505

Dieser Workshop beinhaltet eine Ergänzung zum Kurs „Anti Animation“ aus dem Wintersemester 2017/18. So kommen diesmal Stimme, Klang, Texte, Töne hinzu. Es wird untersucht, wie die Verbindung zwischen Sounding und Anti-Animation ist, wie eine Puppe nur durch Stimme und Klang in Bewegung kommt, welche hörbaren Gedanken die Puppe hat.
Muss eine Puppe immer animiert werden, um lebendig zu sein? Ist eine Puppe immer leblos, wenn sie nicht animiert wird? Oder kann die Wirkung der Puppe sogar stärker sein, wenn sie ohne Animation auf der Bühne ist? Momente, in denen der/die Zuschauende entscheiden muss, ob die Puppe zum Objekt wird oder noch ihren Charakter besitzt - genauso wie der/die Spieler*in neben ihr.
In diesem Workshop werden wir durch Bewegung und Animation herausfinden, wie sich Puppe und Spieler*in die Bühne teilen, wie der/die Spieler*in arbeiten muss, um die Puppe lebendig oder leblos wirken zu lassen, sie berührt oder auch ohne Berührung durch sie agiert.
Wir werden die Momente betrachten, in denen die Puppe die Hände des/der Puppenspieler*in verlässt, die Momente zwischen Animation und Anti-Animation und vielleicht entdecken, dass die Puppe ihr Eigenleben haben kann.

Wir beginnen die tägliche Arbeit mit Tanz- und Soundimprovisationen mit und ohne Mikrofon. Die Tanz-Improvisationen finden nach der Methode von Anna Halprin statt. Hier lernen wir unsere eigenen Bewegungsressourcen kennen und erforschen die unterschiedlichen Wege, um in physischen Kontakt mit der Puppe zu kommen. Die choreographischen Techniken dienen uns auch, die kreative Struktur einer Szene sichtbar zu machen.

Bitte mitbringen bewegungsfreundliche Kleidung, rutschfeste Socken oder rutschfeste, leichte Schuhe, Getränke, Texte und Puppen, mit denen gearbeitet werden möchte